The white paper of the SIG-OER has been submitted to the ETWG with the request to receive feedback. The feedback will be used by the SIG members to consolidate the paper. After the consolidation, the SIG members ask the ETWG to hand the paper to the CRUS.
Current version of the white paper: sig_oer_whitepaper_100519engl_deu.pdf (german and english).
Below some comments from Marc Sohrmann (Uni Lausanne):
I agree with Patrick that the paper should somehow address why previous initiatives (and there have been several) have failed. The idea has been around for a long time, but the difficulty to make it work clearly indicates that there are some major obstacles.
I have the impression that most of the effort in this area goes in general into technical developments. Without having looked into it more closely, I have the strong feeling that the main problems are rather cultural, political and practical. How can the attitude of teachers towards sharing their material, and also using material from others, be changed (sharing clearly doesn't come naturally)? And although this might appear cynical, I really think that we are still far away from the situation you describe where academic work such as development of teaching material will be seriously taken into account when evaluating the work of a teacher/scientist. At the practical level, issues such as copyright (for example ensure that I have the complete copyright for the material I have produced) and validity of the content over time (many scientific areas move extremely fast and material deposited in a repository will be quickly irrelevant; what kind of procedure is used to address this) remain very difficult.
I also agree with the comments coming from Basel and from Susanne: some of the statements made in the text should be backed up by data. For example, it is stated in the white paper that the use of OER will significantly increase the quality of university teaching. I think that there are many other factors that have a more direct impact on the quality of teaching, and I am not convinced that the use of OER per se will have this big impact on quality: but I am happy to be convinced otherwise ….
In summary, although I fully see the potential of OER, I think that the lessons learned from the past should be taken into account more extensively, and that a document given to CRUS should be more concrete with respect to how and why a new initiative should be more successfull in overcoming the obstacles; and what kind of action (at what level) is expected from CRUS.
Best wishes.
Marc
Rückmeldung des Bereichs Bildungstechnologien (BBiT) des LearnTechNet der Universität Basel:. As one of our point of critique concerns the English of the white paper, we decicded to answer in german.
Formal
Wir hatten beim Lesen den Eindruck, dass das Paper aus dem Deutschen ins Englische übersetzt wurde, da es viele Begriffe und Formulierungen enthält, die im Englischen nicht benutzt werden (z.B. continuing education, im englischsprachigen Raum spricht man von advanced studies). Da wir selbst auch keine Muttersprachler sind, haben wir es einer „native language“ Kollegin gegeben, um unsere Vermutung zu prüfen. Sie hat das bestätigt. Die englische Version des Paper ist in der jetzigen Version insbesondere für nicht Deutschsprachige schwer zu verstehen. Aus unserer Sicht müsste das Papier, bevor es bei der CRUS eingereicht werden könnte, sprachlich in eine adäquate Form gebracht werden.
Inhaltlich
Das BBiT unterstützt den OER-Gedanken, kann sich jedoch aus folgenden zwei Gründen inhaltlich nicht hinter das Paper stellen: 1. Die Argumente für OER wirken in der derzeitigen Version des Whitepaper wie Behauptungen, z. B. dass die Lehre an Schweizer Hochschulen zunehmend in den Fokus internationaler Beobachtungen durch unterschiedliche Ziel- bzw. Kundengruppen gerät. Unseres Erachtens müssten die Argumente entweder begründet werden, z. B. durch Ergebnisse empirischer Studien, durch ausgewiesenen Bedarf, durch eine gewünschte oder vorgegebene politischen Stossrichtung oder durch einem Auftrag. Lassen sich die Argumente nicht begründen, dann müssten sie als zu diskutierende Thesen der SIG formuliert werden. 2. Das für uns wichtigste Argument für OER ist der gesellschaftliche Auftrag der Universitäten, Wissen zu generieren, weiterzugeben und öffentlich zugänglich zu machen (ähnlich dem Auftrag einer öffentlichen Bibliothek). Dieses Argument vermissen wir im Whitepaper.
Politisch
Die politische Stossrichtung ist uns nicht klar. Wir haben den Eindruck, dass aus dem Paper zwar hervorgeht, dass etwas geschehen muss, aber nicht was. Wir vermuten deshalb, dass es für die CRUS schwer sein wird, auf der Basis des Papiers zu agieren. Was genau soll die Aufgabe der CRUS sein? Initiieren, koordinieren, konkrete Lösungen entwickeln lassen, Konsens schaffen, empfehlen, regeln? Wir möchten anregen zu prüfen, inwieweit es für eine Schweizer Initiative ein eigenes Paper braucht oder inwieweit sich eduhub resp. die Schweizer Universitäten (sofern OER gesamtschweizerisch über die CRUS initiiert werden soll) nicht bestehenden Initiativen anschliessen könnten (z. B. der „Cape Town Open Education Declaration“), ähnlich wie der SNF, der gemeinsam mit anderen Wissenschaftsorganisationen der Schweiz 2006 die „Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities“ unterzeichnet hat.
Fazit
Das BBiT unterstützt grundlegend den Gedanken OER, würde jedoch das Whitepaper in dieser Form nicht an die CRUS weiterleiten.
Input Susanne Bleisch (http://www.fhnw.ch/personen/susanne-bleisch): - Zum OER Whitepaper: OER ist ein wichtiges Thema. Allerdings sind die Aussagen im Whitepaper sehr allgemein gehalten. Vor allem Sachen wie Steigerung der Qualität, nötig für die akademische Reputation, etc. sollten mehr abgestützt sein (Erfahrungen aus anderen Initiativen, etc.). Vor allem Qualitätssteigerung ist ein beliebtes Thema in eLearning, das selten wirklich umgesetzt werden kann. Es ist einfach zu schreiben „throughappropriate review processes and participatoryfeedback processes” aber das Umzusetzen ist einiges schwieriger. Ich bin einverstanden mit der Aussage, dass SVC-Inhalte an vielen Stellen vielleicht nicht mehr verwendet oder geupdated werden. Allerdings eine direkte Umwandlung in OER ist ebenfalls sehr aufwändig und lässt sich nur durchführen, wenn wirklich noch jemand Interesse an den Inhalten hat. Wir haben in diese Richtung einige Erfahrungen im Projekt GITTA gesammelt (das ja jetzt durch einen Förderverein weitergeführt und am Leben gehalten wird, www.gitta.info).